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Auf Pilgerschaft zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb
  Villingen, Münster Unserer Lieben Frau, Pilgerkrönung
Ins ferne Santiago de Compostela zogen über Jahrhunderte hinweg auch Pilger vom östlichen Schwarzwaldrand, der Baar, der Südwestalb oder der Gegend am Oberlauf von Donau und Neckar. Über die Straßen ihrer Heimat pilgerten aber ebenso Fremde mit dem gleichen Ziel vor Augen.

Wann die Jakobus-Verehrung unsere Gegend erreicht hat, ist nicht bekannt. Ein frühes, aber umso beeindruckenderes Zeichen für den Jakobuskult und die aufkommende Begeisterung für die Santiago-Wallfahrt ist die steinerne „Pilgerkrönung“ im Villinger Münster, die ins 13. Jahrhundert gehört. Als sie entstand, gab es zwischen dem Neckarknie bei Horb und dem Randen schon eine Reihe von Kirchen, Kapellen, Altären und klösterlichen Niederlassungen, die dem Patron der Pilger geweiht waren.

Und es gab die großen Fernstraßen, an denen solche Gotteshäuser bevorzugt zu finden sind. Auf diesen Straßen waren nicht nur Kaufleute oder Soldaten, sondern auch Pilger unterwegs – mit Pilgerhut, Pilgermantel und Sandalen, mit Pilgerstab, Umhängetasche und Trinkflasche; auf der Rückkehr von Santiago führten sie außerdem die bekannte Pilgermuschel mit sich. Es ist bezeichnend, dass kürzlich nur wenige Meter von der aus Richtung Straßburg nach Rottweil führenden Heerstraße entfernt eine Jakobsmuschel ausgegraben wurde, die aufgrund des Fundzusammenhangs in das 12. Jahrhundert datiert wird.

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